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OPEN: MUSEUM FÜR ARCHITEKTUR-ZEICHNUNG

OPEN: MUSEUM FÜR ARCHITEKTUR-ZEICHNUNG

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Die Berlin-Moskau Achse hat ein neues Vorzeigeobjekt. Der russische Architekt Sergei Tchoban hat mit seiner Foundation ein Museum für Architekturzeichnung auf dem Gelände vom Pfefferberg gebaut.

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Zur Begrüßung standen auf der Dachterasse eisgekühlte Vodka-Flaschen, die den Blick über die Dächer des Teutoburger Platzes in mehreren Optionen ermöglichte. Es war Vormittag, ein Grund mehr, die Flaschen nicht anzurühren. In dem Glas der Dach-Terrasse spiegeln sich die Altbau-Fassaden der Berliner Häuser, eine schöne Metapher für deutsch-russische Freundschaft.

Die Außenfassade des Betonbaus gleicht beim genaueren Hinsehen der Struktur einer Zeichnung. Ganz nach dem Motto von Tchoban „Das Auge wird nie satt.“, kann man an und in dem Museum einen Streifzug durch die Geschichte der Architekturzeichnung machen.

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 Zum Auftakt werden Zeichnungen des „Paestum-Zyklus“ von Giovanni Battista Piranesi aus der Sammlung des Sir John Soane`s Museum London gezeigt, die auch die Macher der Harry-Potter-Filme beeinflusst haben. Tchoban nennt die Werke: „Die Mona Lisa der Architekturzeichnung“.

Auf die Frage, ob sich handgemachte Zeichnungen im digitalen Zeitalter nicht erübrigen, meint Tchoban: „Die Architekturzeichnung ist eine Kunstart. Es gibt das Bedürfnis etwas mit dem ganzen Körper zu entwickeln: vom Kopf, über die Hand, auf das Papier.“

Seine private Sammlung sei klein aber fein und umfasse ca. 200 Zeichnungen aus dem 18./19. Jahrhundert und ca. 400 Zeichnungen aus dem 20. Jahrhundert & Zeitgenössischer Darstellung.

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Das Museum will eine offene Nutzung, neben vier geplanten Ausstellungen im Jahr in Kooperationen mit anderen Museen & Stiftungen, sollen auch Architekten die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren, Studenten & junge Leute sollen gefördert werden. Man will kein Glashaus sein. Von unten winken Touristen nach oben. Nachdem ich mich verabschiedet habe, setzte ich mich noch ein wenig in den Empfangsbereich, der eine Bibliothek ist. Man kann sich Bücher aus dem Schränken nehmen, lesen, blättern, entspannen. Das ist eine schöne Idee. Auch ein Blick in die Archivräume, soll nach vorheriger Absprache möglich sein. Die Gitter im Archiv und auch die gekühlte Temperatur würden dem Besuch schon den Stempel von illustrer Spionage oder Meisterstudent aufdrücken.

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Vor dem Eingang warten der Bodyguard und Fahrer. Ich habe neben einem wirklich interessanten Haus heute auch viel Geld gesehen, dabei wollte ich mich nicht von Klischees leiten lassen.

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Tchoban Foundation/ Museum für Architekturzeichnung

Christinenstraße 18a, 10119 Berlin

EXHIBITION: PIRANESIS PAESTUM- NEUENTDECKUNG DER MEISTERZEICHNUNGEN

4. Juni- 31. August 2013

Mo- Fr: 14.00- 19.00 Uhr/ Sa: 13.00-17.00

www.tchoban-foundation.org

 

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