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LAWRENCE SCHILLER: A SPLAH OF MARILYN

LAWRENCE SCHILLER: A SPLAH OF MARILYN

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(Marilyn Monroe, Something´s Got to Give, 1962 © Lawrence Schiller, Courtesy Galerie Melilli Mancinetti)

Marilyn Monroes letzter unvollendeter Film „Something`s Got to Give“ (1962) war das Setting für die Foto-Serie „A Splash of Marilyn“. Diese besonderen Fotografien des New Yorkers Lawrence Schiller sind in der neu eröffneten Galerie Melilli Mancinetti in der Torstraße zu sehen.

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Marilyn Monroe, Something´s Got to Give, 1962 © Lawrence Schiller, Courtesy Galerie Melilli Mancinetti

Eigentlich sollte Marilyn Monroe in „Something´s Got to Give“ seriöser, mehr ladylike auftreten. Sie selbst entschied, die im nach hinein legendäre Swimmingpool-Szene, nackt zu drehen. Marilyn Monroe, die als Schauspielerin nach Anerkennung suchte, inszenierte sich nackt, obwohl ursprünglich ein Badeanzug für diese Szene vorgesehen war. Der Fotograf, der am Set dabei sein durfte, war der damals 25-jährige Lawrence Schiller.

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„A Splash of Marilyn“ hat den jungen Lawrence Schiller berühmt gemacht und war, fast kann man sagen, der Abschied von Marilyn Monroe, die am 5. August 1962 starb. Die Serie, mit 25 schwarz/weiß & Farb-Fotografien, schwankt zwischen Intimität und Inszenierung. Ich frage mich, ob Marilyn Monroe ihre Nacktheit benutzt hat, um einen letzten Trumpf zu spielen oder ob ihr alles egal war. Mich hat das Porträt von ihr berührt, auf dem ihr Handtuch fest um den Hals liegt. Man kann  Verletzlichkeit und Abwesenheit sehen. Es gibt bei den Swimmingpool-Fotos kaum eines, auf dem Marilyn Monroe direkt in die Kamera schaut. Sie scheint nicht mit dem Fotografen zu kokettieren.

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Es sind auch Fotos von den Dreharbeiten zu sehen und eine Marilyn Monroe, die im klassischen Kostüm, lachend funktioniert. Eine sehr intime und schöne Ausstellung, die auch ein bisschen traurig macht. Man kann die Diskrepanz von Marilyn Monroe zwischen Lachen und Augenaufschlag fühlen. Aber vielleicht auch nur, weil man von der kommenden Tragik weiß.

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Toll auch die Fotografien von dem jungen Paul Newman und Clint Eastwood, die als Zeitzeugen dieser Ära auch in der Ausstellung zu sehen sind. Ich mag Paul Newman als Vertreter einer fast vergessenen Gentlemen Generation.

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4. Oktober- 9. November 2013

Galerie Melilli Mancinetti

Di- Fr: 12.00- 19.00/ Sa: 14.00- 18.00

Torstraße 145

10119 Berlin-Mitte

www.mm-kunst.com

P.S. TIPP: Im Rahmen der Ausstellung „A Splash of Marilyn“ wird auch die wunderbare Sammler Edition von TASCHEN: Lawrence Schiller. Marilyn & Me. A Memoir in Words & Photographs (210 Seiten/ Englisch) präsentiert und angeboten.

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