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SUNDAY IMPRESSION: BLACK MARKET

SUNDAY IMPRESSION: BLACK MARKET

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(“In America-Mura, Osaka”, Römer + Römer, oil on canvas, 2010)

Gestern bin ich am Hauptbahnhof ausgestiegen und wollte mir die Ausstellung „Sand in Vaseline“ von Black Market Berlin in der Lehrter Siebzehn ansehen. Eine 48 Stunden Ausstellung mit elf Künstlern, die Freitag-Nacht begann und am Sonntag in den Morgenstunden zu Ende ging. Ich mag es, wenn Ausstellungen eine kurze Dauer haben, ein Ticket, dass nicht lange gültig ist. Wenn man die Lehrter Straße hinunter läuft und die neuen Hotels, Kräne und Vierspurensystem hinter sich lässt, vorbei an Neubaublocks mit Cafeterias im Erdgeschoss, pegelt sich die Wahrnehmung wieder auf ein normales Niveau ein, Kinder fahren mit ihren Rädern vorbei, Wäsche hängt auf den Balkonen. In den Räumen der temporären Loft-Galerie flutet die Sonne über den Betonboden, es ist ein Nachmittag, die Bar aufgefüllt für die kommende Nacht, Klaviermusik, der Blick bis zum Nordhafen, ein paar junge Mädchen, die sich interessiert umschauen, viel Raum, das Gefühl, gerade an einen schönen Ort angekommen zu sein.

Die Arbeit von Eberhard Havekost zu Beginn, eine Terrasse auf dem Dach, die mich an Amerika erinnert und dass der Schatten die Kraft des Tages sein kann, wenn man bemerkt, dass um einen herum nicht viel passiert.

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Arbeit von Eberhard Havekost

Auf eine Autofahrt haben mich die Bilder des schwedischen Malers Marcus Eek mitgenommen. Ich saß auf dem Rücksitz und konnte stundenlang aus dem Fenster sehen. Bäume, Flimmerlicht verschwimmen vor den Augen, das Blau des aufgehenden Tages oder ist es schon das Meer. Wenn man beschließt, alles hinter sich zu lassen, wieso reist man von links nach rechts? Verstecken sich Gesichter hinter Wolken?

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Arbeit von Marcus Eek

Die Arbeiten des Künstlerpaares Römer + Römer mag ich sehr, wie „In America-Mura, Osaka“ (Titel). Der distanzierte Pixelschleier, der um die Mädchengruppe liegt und trotzdem ist ein Flashback in die eigene Jugend möglich, wenn man nach der Schule mit der Clique losgezogen ist, verdammt schick entsprechend der Möglichkeiten, um zusammen abzuhängen, Jungs zu treffen. Es könnte überall sein.

Der Künstler Olli Piippo, der aus Helsinki kommt und seit ein paar Jahren in Berlin wohnt, gehört zu den Machern von Black Market, denen es darum geht, Kunst mit Freude und Leichtigkeit zu zeigen. Dabei stehe die künstlerische Qualität im Vordergrund, Dinge, die sie lieben und genießen würden, wollen sie zeigen. Bereits zum dritten Mal haben sie den Black Market in der Lehrter Siebzehn veranstaltet. Waren aber auch schon mit Berliner Künstlern z.B. in Stockholm zu Gast. Um den Austausch würde es gehen, erzählt Olli Piippo. Oslo, Kopenhagen, Belgrad wären die nächsten Stationen. Belgrad habe ich mir gemerkt.

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Olli Piippo von Black Market

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