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6. EUROPÄISCHER MONAT DER FOTOGRAFIE BERLIN: LOS GEHTS!

6. EUROPÄISCHER MONAT DER FOTOGRAFIE BERLIN: LOS GEHTS!

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(anna charlotte schmid, aus der serie: the other side of venus, budapest 2012)

Es ist ein Festival der Superlative, was aus fotografischem Blickwinkel aktuell in Berlin geboten wird. Gestern wurde der Monat der Fotografie im Martin-Gropius-Bau eröffnet, Gäste und Zuschauer strömten in Scharen zu der abendfüllenden Veranstaltung und lassen ahnen, dass im digitalen Zeitalter, wir alle fotografieren privat & alltäglich, das Interesse am künstlerischen Aspekt sehr hoch ist. 500 Fotografen und Fotografinnen beteiligen sich an dem Festival an über 125 Berliner Orten mit über 250 Veranstaltungen.
Etablierte Häusern, wie die C/O Berlin mit seinem Grand Opening am 30.Oktober, Galerien und Bars, Hotels z.B. das Savoy, Kulturinstitute oder Botschaften, wie die Irische öffnen ihre Türen für interessierte Blicke. Unter der Thematik: „Umbrüche und Utopien. Das andere Europa.“ sind Vergangenheit und Gegenwart möglich, Osten und Westen, genauso wie bis ins Detail inszenierte Effekt-Aufnahmen und experimentelles Chaos. Einen tollen sensitiven Guide bietet die website des Veranstalters, die auf der Startseite mit Fotografien ohne Inforationen, wer, wann, wo, wie, warum arbeitet. Rein intuitiv nach visuellem Gusto klickte ich auf die Fotos, die sich dann umdrehen und genauer informieren. Spontan steht jetzt auf meinem Programm: die Fotoschule Ostkreuz, heute Abend ist die Eröffnung der Ausstellung „Achtens“, das italienische Kulturinstitut mit „Die Zukunft der Metropolis“ oder die Fotografien von der Zeit vor dem Berliner Mauerfall des Amerikaners Will McBride: „Ich war verliebt in diese Stadt“ in der C/O Berlin.

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will mcbride: strandbad wannsee, courtesy c/o berlin

Gestern Abend haben mich die Arbeiten von Anna Charlotte Schmid von der Serie „The other side of venus“ (siehe Titel) fasziniert, die 2012 in Budapest entstanden ist. Eine Kopplung von Verfall und Jugendstil, Rebellion & Grenzen, eingefangenem Licht zwischen Lamellen und Vorhängen, Staub auf stummen Haustelefonen, portablen Heizkörpern und durchbohrenden Blicken.
Und natürlich Andreas Mühe mit der Serie „Obersalzberg“ (2012) einer perfekten Inszenierung von Größenwahn und Spiel mit alten Symbolen. Manchmal denke ich, es ist ein Relikt, der im Osten geborenen, damit zu provozieren, was es in über vierzig DDR-Jahren angeblich nicht gab. Aber es scheint immer wieder zu gelingen.

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andreas mühe, soldat am obersee, serie obersalzberg, 2012, courtesy carlier/ gebauer, vg bildkunst, bonn 2014

Ich freue mich auf die 30 Tage….

6. EUROPÄISCHER MONAT DER FOTOGRAFIE BERLIN
16. Oktober- 16. November 2014
www.mdf-berlin.de

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